Das «Rösti Sailing Team» wird mit einem neuen Boot am Start der Transat Jaques Vabre sein!

Das Projekt ist lanciert, es geht los für Simon Koster und Valentin Gautier. Vor etwas weniger als einem Jahr haben die Beiden ihre Ambition bekannt gegeben, als Team an der berühmten Zweihand-Atlantiküberquerung teilzunehmen. Das «Rösti Sailing Team» war nicht untätig und präsentiert heute mehr Details zum Stand des Projektes und zum ambitiösen Programm!

Ein Programm über drei Jahre :

Das ursprüngliche Projekt – die Bildung eines Teams aus einem West- und einem Deutschschweizer auf einem Schiff für eine Hochseeregatta – ist sehr gut wahrgenommen worden. Das Projekt entwickelte sich so gut, dass die Beiden ihr Projekt auf mehrere Jahre ausweiten konnten. Der Regatta-Kalender der Class40 (12 Meter lange Hochseeyacht) besteht bis 2021 fast ausschliesslich aus Zweihand- und Crewregatten, darum wird das Duo auch für drei Jahre gemeinsam regattieren. «Dies ermöglicht es uns, die Ziele etwas höher zu stecken», erklärt Simon Koster. «Im Unterschied zu den meisten anderen Teams, welche oft von einem Skipper getragen werden und für Regatten einen Coskipper engagieren, können wir wirklich als Zweierteam unser Potenzial – auf dem Wasser wie an Land – voll ausschöpfen. Ich denke, dies kann gegenüber der Konkurrenz wirklich zu unserer Stärke werden, denn Valentin und ich ergänzen uns sehr gut!» Das Rösti Sailing Team wird deshalb nicht nur an einer, sondern an zwei Transat Jaques Vabre mit von der Partie sein.

©Anne Beaugé - ilsaimentlamer.com

©Anne Beaugé – ilsaimentlamer.com

Der MACH-4, ein Boot der neuen Generation :

Mit einem Programm für drei Jahre wurdedie Wahl des Bootes zu einer entscheidenden Frage. Es ging also darum, ein Boot zu finden, welches in drei Jahren noch gewinnen kann. Im Yachtdesign geht die Entwicklung mit neuen Modellen ständig voran, welche oft die Alten an der Spitze des Klassements ablösen. «Eine Option wäre gewesen, nach der Route du Rhum 2018 ein Boot der letzten Generation zu kaufen. Da gab es jedoch nur wenige Optionen und die Verkaufsabsichten deren Eigner waren nicht klar.» erklärt Valentin. «Schliesslich haben wir uns für die Idee eines Neubaus entschieden, welcher an die letzten Entwicklungen in der Klasse anknüpfen soll. Sam Manuard (Yachtdesigner) und Nicolas Groleau (Werftchef von JPS Production) liessen uns wissen, dass sie ein neues Modell ihres Mach Designs, welches die Referenz in der Klasse ist, entwickeln wollen. Nachdem wir die Beiden getroffen haben, fiel die Entscheidung, mit Ihnen einen neuen MACH-4 zu entwickeln und zu bauen, schnell. Es ist aufregend, wir sind zu einem idealen Zeitpunkt zu diesem Projekt gestossen. Wir profitieren von den schon vorangeschrittenen Designarbeiten, können aber noch unsere Inputs mit einbringen und an gewissen Punkten mitentwickeln», freut sich Simon.
Der Designer seinerseits sagt: «es freut mich, mit Simon und Valentin zusammen zu arbeiten! Dies ist eine super Chance, das Potential unsers MACH-4 zu beweisen. Mit meinem Partner von KND haben wir eine sehr komplette Studie gemacht, um das Konzept zu optimieren. Das Ziel ist, auf Halbwind die Performance sowie auch das Verhalten des Bootes im Seegang zu verbessern.» Im Vergleich zu den Vorgängern wird eine der Evolutionen des Designs mehr Volumen im Bugbereich sein, ganz nach dem Vorbild der Mini6.50. Ein Rundbug also?  «Nicht ganz», antwortet Valentin, «die Klassenregeln limitieren die Bugbreite, bis jetzt ist aber kein Design bis an das definierte Maximum gebaut worden. Das Boot wird also etwas von der klassischen Yachtform abweichen.»

MACH-3 Aïna. ©Christophe Breschi

Partner mit den gleichen Werten:

Ein Projekt dieser Grössenordnung kann nur mit substantiellen Mitteln existieren. Das ganze Jahr haben die beiden Skipper versucht, Firmen für Ihr Abenteuer zu begeistern. Eine schwierige Aufgabe, die den meisten Hochseesegler nicht unbedingt liegt. Die Zwei haben versucht, ihr Netzwerk zu aktivieren und die verschiedensten Treffen zu organisieren. «Von Anfang an hat die Banque de Léman, mein Sponsor von der ersten Stunde an, uns seine Unterstützung zugesagt,» erzählt Valentin. «Wir haben durch dieses Engagement viel an Kredibilität gewonnen, weiter haben sich auch einige von Simons früheren Sponsoren an unserem Vorhaben interessiert gezeigt.» Pascal Duchaine, der neue CEO der Westschweizer Bank, bestätigt: «Die Banque de Léman begleitet Valentin in seinen sportlichen Herausforderungen seit drei Jahren. «Wir identifizieren uns stark mit der Geschichte von Valentin, unsere Bank wächst und erweitert sein Geschäftsfeld wie auch Valentin, der die Kategorie wechselt und in seiner Segelkarriere voranschreitet. Wir sind stolz, dieses Duo auf diesem Abenteuer zu begleiten und uns an den zukünftigen Herausforderungen zu beteiligen.»

Einer der Hauptakteure in der Immobilienbranche in der Westschweiz ist auch mit an Bord. Das erste Mal in der nicht jungen Firmengeschichte engagiert sich Naef Immobilien in einem Sportprojekt und wird einer der grossen Sponsoren des Teams sein. «Die Passion, die Valentin kommuniziert, wie auch sein Projekt haben uns sofort interessiert» stellt Etienne Nagy, der General Direktor der Naef Gruppe fest. «In diesem Abenteuer können die beiden Segler auf die Unterstützung unserer 300 Mitarbeitenden zählen. Ihre Werte verkörpern den Unternehmergeist, welcher auch unsere passionierten Mitarbeitenden teilen. Wir sind auch stolz, ein Schweizer Projekt zu unterstützen, welches durch die Partnerschaft mit Simon Koster eine ganz schweizerische Dimension angenommen hat.»

Auf der Deutschschweizer Seite haben wir auch mehrere Sponsoren verschiedener Grösse gefunden, darunter ein substantieller Sponsor. «Die Partnerschaft mit einem grossen Sponsor aus der Deutschschweiz wird in Zürich zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht», erklärt Simon. Eines ist sicher, die Zusammenarbeit an Bord wird nicht nur zwischen den Seglern stattfinden, auch die verschiedenen Sponsoren haben ihr Interesse angemeldet, diese Chance um Synergien der Partner zu nutzen. «Wir sind uns der Chancen dieses Projektes bewusst, welches verschiedene Sponsoren zusammen bringen wird und sind motiviert, Netzwerke mit all den involvierten Personen und Sponsoren rund um dieses Projekt der beiden jungen Hochseesegler zu entwickeln!», erklärt Frédéric Naef, Verwaltungsratspräsident der Naef Immobilien Gruppe. Eine Aussage, die potenzielle Sponsoren motivieren könnte, denn die beiden Segler versuchen im Moment ihr Budget noch zu vervollständigen.

©Christophe Breschi

Auf dem Meer für eine gute Sache einstehen :

Das Team bringt eine soziale Komponente in dieses Projekt, wobei sie eine Patenschaft mit der Wohltätigkeitsorganisation «Die dargebotene Hand» eingeht. Diese Organisation hilft bereits seit 60 Jahren rund um die Uhr Menschen, die ein helfendes und unterstützendes Gespräch benötigen. Unter der Telefonnummer 143 können nicht nur Menschen in massiven Krisen, sondern auch Männer und Frauen jeden Alters mit mehr oder weniger grossen Alltagsproblemen Unterstützung erhalten. Das Schweizer Sorgentelefon bietet Anrufenden völlige Anonymität. Yaël Liebkind von der Regionalstelle Genf erklärt die Interessen dieser Patenschaft: «Die Zusammenarbeit der Wohltätigkeitsorganisation und der jungen Hochseesegler soll ein Symbol für Hoffnung darstellen. Bevor Valentin auf den Ozean unterwegs war, hat er andere Stürme in seinem persönlichen Leben überstehen müssen. Er hat seine emotionale und psychische Balance sowie seine Träume von grossen Abenteuern verloren. Dank Strukturen wie der Dargebotenen Hand und viel Arbeit an sich selbst, hat er sich wieder aufbauen und sein Traum verwirklichen können. Heute hat er seine Balance wieder gefunden. Durch seine Projekte gibt er Personen, die Ihre Träume verloren haben Hoffnung, diese wieder zu finden. Das Boot wird somit auch die Farben der Organisation der Dargebotenen Hand tragen. «Es ist auch für uns eine Möglichkeit, unserem Abenteuer einen Sinn zu geben, der über unsere persönlichen Ambitionen hinausgeht: zu teilen was wir auf dem Meer erleben und die Leute zum Träumen zu bringen. Wenn ich gewissen Leuten, welche Parallelen zu meinem Werdegang haben Hoffnung geben kann, ihre Träume zu verfolgen, ist das noch viel motivierender!» schliesst Valentin ab.

 

Bis eine neue Internetseite erstellt ist findet Ihr News unter:

FB RoestiSailingTeam

Instagramm Roesti Sailing Team

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