Road to the Route du Rhum 2018

Das Rennen bis jetzt… eine kurze Zusammenfassung…

Simon liegt im Moment an hervorragender dritter Stelle der Minitransat 2013. Bereits 9 Tage segelt er alleine auf seinem 6.5m Boot, isst aus dem Plastikbeutel und schläft nicht länger als 20min am Stück. Noch 1950 Meilen liegen vor ihm bis nach Guadeloupe.

 

13. Oktober 2013 Start in Douarnenez (FRA) 13.00 Uhr… naja, nicht ganz….

29. Oktober 2013 Start in Douarnenez (FRA) 09.00 Uhr…naja, immer noch nicht wirklich…

Die schlechte Wetterlage mit enorm starken Winden über der Bretagne und dem Norden von Spanien veranlasste das Regatta Komitee den Start der Minitransat 2013 um mehr als zwei Wochen zu verschieben. Nur wenige Stunden nach dem Start entschied dann das Regatta Komitee, dass das gewählte Wetterfenster doch nicht genug gross sei um die gesamte Flotte der 84 Minis sicher nach Lanzarote zu bringen und deshalb ein Zwischenstop vor dem Cap Finistère in Sada (ESP) eingelegt werden würde. Wieder nur wenige Stunden nach dieser ersten Meldung erfuhren die Mini-Segler über Funk, dass sich die Wettersituation noch weiter verschlechtert habe und diese erste Etappe abgesagt sei. Die Segler wurden aufgefordert den nächsten Hafen anzulaufen und so segelte auch Simon nach Gijon (ESP). Simon war ab dem Start gut mit dabei und brachte sein Boot „Go4it“ in den harten Bedingungen gut nach Spanien. Da er eine exponierte westliche Route wählte und bis zur definitiven Entscheidung konsequent die Route nach Sada verfolgte, war er bei den Letzten die in Gijon ankamen. Die Segler mussten sich dann dort provisorisch einrichten und warteten einige Tage auf ein neues Wetterfenster und eine Entscheidung des Regatta Komitees. Es wurden verschiedene Optionen diskutiert, so auch die neue und jetzige Route Sada (ESP) – Gate vor Lanzarote (ohne Stopp)- Guadeloupe. Vor allem die Logistik stellte die Organisatoren vor eine grosse Herausforderung.  Auch Simon hatte sein Reservematerial und vor allem die Esswaren für die längere zweite Etappe der Atlantiküberquerung nach Lanzarote geschickt. Es war geplant dort die Nahrungs- und Wasservorräte aufzufüllen. Dies entfiel mit der neuen Planung und die Nahrungsmittel mussten notfallmässig nach Sada (ESP) umgeleitet werden.

Da einige Proto-Segler den Hafen von Sada (ESP) erreichten entschied man sich, dass aus Gründen der Fairness die grosse Flotte in Gijon zu den 5 Protoseglern in Sada aufschloss und von dort aus gestartet werden würde. Die Überführung von Gijon nach Sada war dann sportlicher als erwartet. Simon war etwas länger als 2 Tage unterwegs und wetterte sogar für ein paar Stunden in einem kleinen Hafen ab. Bei der Überführung verlor er seine Windmessanlage auf dem Top des Masts. Zum Glück blieben in Sada noch 2 Tage für die Reparaturarbeit. Er laminierte ein Zwischenteil, um seine Reserve-Windmessanlage, die zur Montage am Heck vorgesehen war, am Masttop fixieren zu können. Auch die letzten Vorbereitungsarbeiten, so z.B. die oben erwähnte Nahrungsorganisation, war last-minute noch zu erledigen. 120l Wasser und ca. 30kg Nahrungsmittel waren nötig für die mit 3500 Meilen längste Minitransat in der Geschichte des Events.

13. November 2013 Start in Sada (ESP) 09.00 Uhr direkt Richtung Guadeloupe mit einem Gate vor Lanzarote – endlich geht’s los!!

Simon startet hervorragend und segelt seit der ersten Minute im Spitzentrio. Die ersten Tage waren hart. Viele Konkurrenten mussten schon in den ersten Stunden nach dem Start das Rennen mit Schäden an Rigg, Ruder, Kiel oder sogar wegen Kenterungen aufgeben. Simon war konstant mit einer Bootsgeschwindigkeit  von mehr als 10kn unterwegs. Meile für Meile segelte die Miniflotte Richtung Süden. Simon erreichte am 17. November um 12.00 Uhr das Gate von Lanzarote. Er lag an zweiter Stelle mit ca. 70 Meilen Rückstand auf den Leader Aymeric Bellair (FRA) und nur wenigen Meilen Vorsprung auf die Schweizerin Justine Mettraux (SUI). Jetzt wurde es erst recht spannend, denn Simon musste sich nun entscheiden, wie er am schnellsten in die guten Winde zur Überquerung des Atlantiks hinein kommen könnte. Die Minisegler erhalten während der gesamten Regatta nur sehr limitierte Informationen von aussen. Über den Weltempfänger übermittelt das Regatta Komitee einmal täglich die momentane Rangliste sowie einen gesprochenen Wetterbericht. Auf genaue Wettermodelle müssen die Segler verzichten. Der entfallene Stop in Lanzarote bedeutete deshalb für Simon und seine Konkurrenten auch, dass er keine neue detaillierte Wettervorhersagen und Routings beziehen konnte.  Beim Passieren des Gates meldete Simon dem Regatta Komitee, dass er in den Mast steigen müsse um seine Windmessanlage zu reparieren. Simon verlor einige Meilen, doch es scheint nun wieder alles in Ordnung zu sein. Die Windmessanlage ist essentiell damit der Autopilot das Boot auf einem auf den Winkel zum Wind fixierten Kurs steuern kann.

Simon und Justine wählten, anders als der Leader, die nördliche Route um  Grand Canaria und Teneriffa. Anschliessend wählte Simon eine etwas südlichere Route als Justine. Am Abend vom 20. November 2013 kreuzte Justine wohl in Sichtdistanz hinter Simon durch. Seither kann man regelrecht von einem Match Race der beiden Schweizer Segler sprechen. Es wird super spannend sein zu verfolgen, welche Taktik die erfolgreichere sein wird…

 

Im Moment segelt Simon auf Backbord-Bug mit 5.9kn Richtung Norden. Justine wählte einen tieferen Winkel zum Wind und ist im Süden positioniert.

Go4it Simiii!!! Geniess die Surfs!!

 

Bildschirmfoto 2013-11-22 um 22.26.01

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